Die Raussmüller Collection stellt während der Weltausstellung Hauptwerke von Jannis Kounellis in Mailand aus

Vom 28. April bis 10. Oktober 2015 zeigt die Raussmüller Collection in Mailand Hauptwerke von Jannis Kounellis. In Zusammenarbeit mit dem Spazio Christian Stein findet eine Ausstellung statt, die durch die Auswahl und Präsentation wichtiger Werke die Bedeutung des Künstlers als Wegbereiter eines neuen Kunstverständnisses unterstreicht. Einige der ausgestellten Werke sind weltbekannt, andere sind zum ersten Mal öffentlich zu sehen, dritte erstmals in Italien. Die physische Präsenz der zum Teil frühen, oft lange nicht gezeigten Werke ist ein überwältigendes Erlebnis.

Was Kounellis zu einem führenden Künstler der Neuen Kunst macht, sind vor allem die materielle Beschaffenheit seiner Werke und die Unmittelbarkeit ihrer physischen und emotionalen Wirkung. Er selbst nennt seine Werke „Bilder“. Aber die „Bilder“, die er herstellt, unterscheiden sich fundamental von konventioneller Kunst. Statt abzubilden beziehen sie das Leben als solches ein: Tiere, Pflanzen, Kohle oder Haare – Fragmente der realen Welt, die der Künstler so in „szenische“ Verbindungen einbringt, dass eine neue, die Phantasie der Betrachter stimulierende Realität entsteht. Kounellis setzt in seinen Werken Mittel ein, die alle Sinne berühren und erzeugt mit poetischer Imagination eine aussergewöhnlich direkte Wirkung. In den Räumen des Spazio Christian Stein kann sie sich voll entfalten.

Die Kounellis-Präsentation findet während der Weltausstellung statt. Der Spazio Christian Stein liegt in unmittelbarer Nähe des Expo-Geländes am Stadtrand von Mailand. Seit 2014 wird hier ein neues Konzept realisiert: In Kooperation mit renommierten Stiftungen und Sammlungen werden auf Museumsniveau Werke von Künstlern in den Fokus gerückt, die seit den 1960er Jahren das Verständnis und die Erscheinung von Kunst geprägt haben. Der Kounellis-Präsentation vorangegangen ist in Zusammenarbeit mit der Fondazione Boetti die international beachtete Ausstellung „Alighiero e Boetti“.

Lesen Sie einen Artikel über die Ausstellung in Rivista Segno (Italienisch).