Der Funktionsort der Raussmüller Organisation, ein von Urs Raussmüller transformiertes Lagerhaus im Basler Industriequartier St. Johann, wurde durch einen grosszügigen Neubau erweitert. Mit Raussmüllers Konzept und Architektur ist ein zweigeschossiges Gebäude mit hohen und stützenfreien, durch das einfallende Tageslicht geprägten Räumen entstanden. In Ergänzung der bestehenden Situation ermöglicht es optimal und mit allen technischen Vorrichtungen zum Schutz der Kunstwerke versehen die adäquate Einrichtung, Erfahrung und Bearbeitung repräsentativer Werke der Neuen Kunst.

Die Raussmüller Hallen sind eine private Initiative von Urs und Christel Raussmüller. Sie wurden als Forschungs- und Arbeitsort für die Raussmüller Organisation geplant und nicht als Museum für die Öffentlichkeit. Raussmüller hat ein der Kunst entsprechendes Ambiente geschaffen, das dazu motiviert, die Leistungen einer innovativen Kunst-Epoche zu erfassen, die Vorgehensweisen wegweisender Künstler zu dokumentieren und die eigenen Kenntnisse und Erfahrungen an eine jüngere Generation zu übertragen. Eine Öffnung des Orts für kunstbezogene Veranstaltungen ist Teil eines längerfristigen Konzepts.

Als Werk des Künstlers Urs Raussmüller stehen die Raussmüller Hallen in einer Folge von Institutionen, die Räume und Kunstwerke exemplarisch miteinander verbinden und eine neue Form der Präsentation von Kunst begründet haben. (Die von Raussmüller geschaffenen und 30 Jahre lang betriebenen Hallen für Neue Kunst in Schaffhausen z.B. üben als «Modell Schaffhausen» auch nach ihrer Schliessung noch internationale Wirkung aus.) Sein neues Gebäude hat Raussmüller «mit Licht gebaut» und hat damit seine Vorstellung von einem inspirierenden Ort für Kunst und Wahrnehmung nochmals verdichtet in die Tat umgesetzt.